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Landkreis fördert Erinnerungskultur bei Jugendlichen


Fünftägige Studienfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald im November

Landkreises Gießen. Seit über 30 Jahren gehören regelmäßige Bildungsreisen zu Holocaust-Gedenkstätten zum festen Programm des Jugendbildungswerks vom Landkreis Gießen. Dazu gehört auch ein Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald, der in diesem Jahr vom 9. bis 13. November geplant ist. Das Programm ist auf Jugendliche ab 15 Jahren abgestimmt, die sich am Originalschauplatz intensiv mit der Geschichte des Lagers auseinandersetzen werden.

Kreis Jugenddezernent Hans-Peter Stock unterstreicht die Bedeutung von Angeboten zur politischen Bildung: „Gedenkstättenfahrten wirken nachhaltig. Denn sie ermöglichen intensive Erfahrungen und verdeutlichen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Die Tatsache, dass es immer weniger Zeitzeugen gibt, macht das Erinnern umso wichtiger.“

Gerade in einer Pandemie-Phase lohnt die Auseinandersetzung mit Demokratie und Freiheit

Deswegen möchten die Verantwortlichen des Jugendbildungswerks auch während der Pandemie weiterhin politische Bildungsangebote machen. „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten wollen wir Jugendliche ermuntern, sich mit Themen rund um Demokratie und Freiheit auseinanderzusetzen“, erläutert Jugendbildungsreferentin Julia Erb. Zugleich schränkt sie ein, dass die Fahrt nach Buchenwald nur unter Vorbehalt stattfinden kann, wenn es die dann geltenden Corona-Auflagen zulassen. Sowohl die Jugendförderung als auch die Gedenkstätte haben Hygienekonzepte erarbeitet und die Abläufe der Studienfahrt entsprechend angepasst.

Julia Erb sagt: „Originalschauplätze machen die Verbrechen des Nationalsozialismus auf eindringliche Weise erfahrbar. Es ist uns deshalb wichtig, neben den gemeinsamen Besichtigungen und individuellen Recherchearbeiten ausreichend Raum für Fragen, Gespräche und Reflexionsrunden zu bieten.“

Bereitschaft, sich auf das Thema einzulassen, ist Grundvoraussetzung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer brauchen dennoch keine Vorkenntnisse. Wichtig ist allein die Bereitschaft, sich auf das Thema einzulassen und mit der Gruppe gemeinsam interessante Erfahrungen zu machen. Zum Kennenlernen der Mitreisenden und zur inhaltlichen Vorbereitung der Studienfahrt finden nach den Herbstferien zwei Vorbereitungstage statt.

Die fünftägige Gedenkstättenfahrt wird in Kooperation mit der Theo-Koch-Schule Grünberg und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen organisiert. Die Kosten inklusive Übernachtungen in der Jugendbegegnungsstätte in Buchenwald, Verpflegung sowie Fahrt- und Programmkosten belaufen sich auf 100 Euro. Interessierte können sich noch bis zum 2. Oktober anmelden.

Informationen, Flyer und Anmeldekarten sind auf der Internetseite des Jugendbildungswerks, www.lkgi-jugendfoerderung.de, zu finden oder bei Jugendbildungsreferentin Julia Erb zu erfragen, Telefon: 0641 9390-9233 oder E-Mail: julia.erb@lkgi.de

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