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NABU-Kreisverband Gießen bittet darum, Hunde anzuleinen und Wege nicht zu verlassen


Anlässlich der begonnenen Brut- und Setzzeit von Vögeln und Säugetieren bittet der NABU-Kreisverband Gießen alle Hundebesitzer darum, ihre Hunde grundsätzlich auch außerhalb der Ortschaften an kurzer Leine anzuleinen und die Wege nicht zu verlassen. Gerade jetzt bis Mitte Juli seien die wildlebenden Tiere auf störungsfreie Bereiche angewiesen, um ihren Nachwuchs groß zu ziehen. Mittlerweile gibt es in Deutschland so viele Hunde und Katzen, dass die schiere Menge der im Außenbereich ausgeführten Hunde und der herumstreunenden Katzen ein zusätzliches Problem zu dem ohnehin schon vorhandenen Artensterben ist. Wenn über eine Wiese an einem Tag mehrmals Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern laufen, geben die Bodenbrüter ihre Nester auf. Auch reicht manchmal eine einzige Störung durch einen Hund am Nest, damit dieses passiert. Das gleiche gilt für andere sensible Bereiche wie Streuobstwiesen. Des Weiteren sei es ein zunehmendes Problem, dass gerade Hundebesitzer meinen, sie dürften über jede Wiese querfeldein laufen. Es kommen Argumente wie „schließlich zahle ich Hundesteuer“ oder „mein Hund ist auch Natur“. Die Hundesteuer reiche in den Gemeinden gerade einmal zur Bereitstellung von Kottüten und deren Entsorgung. Verkannt werde auch, dass die wenigen restlichen noch vorhandenen wildlebenden Tiere dadurch weitere Störungen erleiden. Auch Eigentumsverhältnisse werden hier oftmals ignoriert; denn diese Flächen befinden sich oft in Privatbesitz. Wiesen erfahren darüber hinaus eine landwirtschaftliche Nutzung, entweder zur Beweidung oder um Futter daraus zu gewinnen. Enthält dieses jedoch Hundekot, ist es nicht mehr verwertbar. Der NABU sieht die Problematik, dass Menschen gerade jetzt während der Coronakrise sich gerne draußen aufhalten. Das ist auch prinzipiell etwas positives, hofft der NABU doch dadurch, dass wir wieder mehr Verbindung zu unserer Natur dadurch bekommen und die Entwicklung draußen genießen. Dieses sollte aber trotzdem rücksichtsvoll mit Respekt vor den wildlebenden Tieren und der landwirtschaftlichen Nutzung sowie den vorhandenen Eigentumsverhältnissen erfolgen.

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